Angebote für den Gesundheitsbereich

Gewalt verletzt und macht krank. Fast jede 3. Frau wendet sich nach erlittener Gewalt an Einrichtungen des Gesundheitssystems.

Es ist daher wichtig, dass Gesundheitsfachkräfte bei einem Verdacht auf Gewalt Unterstützung anbieten und eine Vernetzung zu Opferschutzeinrichtung sowie Sicherheitsbehörden einleiten können. Die WHO sieht den zentralen Auftrag des Gesundheitsbereichs

-im Erkennen des Problems

-dem Behandeln der betroffenen PatientInnen

-der Dokumentierung

-dem Weitervermitteln der Opfer an Hilfseinrichtungen und Sicherheitsbehörden.

Damit MitarbeiterInnen in Krankenhäusern diese Maßnahmen umsetzen können, helfen Schulungen und vor allem klare Standards und Richtlinien. Die Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie bietet Krankenanstalten und Trägern von Krankenanstalten Unterstützung bei der Umsetzung dieser wichtigen Aufgaben an.

Das Angebot der Interventionsstelle reicht von Schulungen und Vernetzungstreffen bis hin zur Unterstützung bei Implementierungsprojekten.

Schulungsangebot

Die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie bietet Schulungen und Beratungen über den Umgang mit einem Verdacht auf Gewalt im Krankenhaus an. Die Schulungen und Beratungen richten sich an

-Krankenhausmanagement, Krankenhausleitung und an Träger von Krankenanstalten

-Kinder- und Opferschutzgruppen (bzw. Gewaltschutzgruppen) in Krankenhäusern sowie an

-weitere Gesundheitsfachkräfte.  

Die Wirkung von Schulungen hängt wesentlich vom Bestehen und der Umsetzung von krankenhausinternen Qualitätsstandards und Richtlinien ab. Deswegen hat die Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie ein Implementierungskonzept entwickelt und unterstützt Krankenanstalten bzw. Träger von Krankenanstalten  gerne dabei  einen standardisierten Ablauf bei einem Verdacht auf Gewalt im Krankenhaus zu entwickeln.

Implementierungsprojekte

Die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie unterstützt Krankenanstalten sowie Träger von Krankenanstalten,

-beim Aufbau und der Implementierung von Kinder-und Opferschutzgruppen (bzw. Gewaltschutzgruppen)

-bei der Entwicklung von Standards und Leitlinien über den Umgang mit einem Verdacht auf Gewalt im Krankenhaus.  

Projekt „GewaltFREI leben durch mein Krankenhaus“

Im Rahmen des EU-Projektes „GewaltFREI leben durch mein Krankenhaus“ hat sich die Wiener Interventionsstelle damit beschäftigt, wie Gesundheitsfachkräfte im Krankenhaus bei einem Verdacht auf Gewalt vorgehen können und welche Standards, Leitlinien und Ressourcen von Seiten der Krankenhausleitung dafür notwendig sind. Dabei hat die Wiener Interventionsstelle unter anderem intensiv mit dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus, zusammengearbeitet.

Aus diesem Projekt ist ein Leitfaden entstanden, der Standards und Richtlinien der Qualitätssicherung und auch konkrete Handlungsanweisungen und Checklisten für die Praxis enthält. Dieser Leitfaden dient als Grundlage für die Schulungen, Beratungen und Implemtierungsprojekte.

Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt handeln.Leitfaden für Leitung und Praxis in Krankenhäusern zu Versorgung von gewaltbetroffenen PatientInnen. Wien, 2015. Publikation erstellt im Rahmen des Projektes GewaltFREI LEBEN, Autorinnen: Elisabeth Gruber und Rosa Logar mit Unterstützung von Michaela Egger.

Bei Interesse am Schulungsangebot für den Gesundheitsbereich der Wiener Interventionsstelle, freuen wir uns über Kontaktaufnahme unter: office@interventionsstelle-wien.at oder telefonisch unter: 01 585 32 88