Angebote für den Gesundheitsbereich

Gewalt verletzt und macht krank. Fast jede 3. Frau wendet sich nach erlittener Gewalt an Einrichtungen des Gesundheitssystems.

Es ist daher wichtig, dass Gesundheitsfachkräfte bei einem Verdacht auf Gewalt Unterstützung anbieten und eine Vernetzung zu Opferschutzeinrichtung sowie Sicherheitsbehörden einleiten können. Die WHO sieht den zentralen Auftrag des Gesundheitsbereichs

-im Erkennen des Problems

-dem Behandeln der betroffenen PatientInnen

-der Dokumentierung

-dem Weitervermitteln der Opfer an Hilfseinrichtungen und Sicherheitsbehörden.

Projekt „GewaltFREI leben durch mein Krankenhaus“

Im Rahmen des EU-Projektes „GewaltFREI leben durch mein Krankenhaus“ hat sich die Wiener Interventionsstelle damit beschäftigt, wie Gesundheitsfachkräfte im Krankenhaus bei einem Verdacht auf Gewalt vorgehen können und welche Standards, Leitlinien und Ressourcen von Seiten der Krankenhausleitung dafür notwendig sind. Dabei hat die Wiener Interventionsstelle unter anderem intensiv mit dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus, zusammengearbeitet.

Aus diesem Projekt ist ein Leitfaden entstanden, der Standards und Richtlinien der Qualitätssicherung und auch konkrete Handlungsanweisungen und Checklisten für die Praxis enthält. Dieser Leitfaden dient als Grundlage für die Schulungen, Beratungen und Implemtierungsprojekte.

Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt handeln.Leitfaden für Leitung und Praxis in Krankenhäusern zu Versorgung von gewaltbetroffenen PatientInnen. Wien, 2015. Publikation erstellt im Rahmen des Projektes GewaltFREI LEBEN, Autorinnen: Elisabeth Gruber und Rosa Logar mit Unterstützung von Michaela Egger.