Unsere Arbeit richtet sich nach definierten internationalen Qualitätsstandards: Unser Anliegen ist den Bedürfnissen und Rechten der Betroffenen von Gewalt verpflichtet.

Unser vorrangiges Ziel ist es, Schutz und Sicherheit für die Betroffenen zu erhöhen und Gewalt zu verhindern.

Die Beratung und Unterstützung der Betroffenen wird von professionellen und engagierten Beraterinnen durchgeführt. Es gehört zu unseren Qualitätsstandards, dass die Betroffenen möglichst rasch eine Beraterin erhalten, die an ihrer Seite steht, sie berät, begleitet und mit ihnen gemeinsam Schritte unternimmt. In der telefonischen Erstberatung wird den  Klient_innen Hilfe angeboten und sie werden über ihre Rechte und Möglichkeiten beraten. Auch der mögliche Bedarf einer muttersprachlichen Beratung bzw. eines Dolmetsch wird besprochen. Bei Interesse der Klient_in vereinbart die Beraterin der Interventionsstelle ein persönliches Gespräch.

Im persönlichen Beratungsgespräch werden verschiedene Themen besprochen, abhängig von der aktuellen Situation der betroffenen Person. Der Schutz vor weiterer Gewalt ist dabei zentral. In jedem Fall erfolgen eine gemeinsame Gefährlichkeitseinschätzung und eine individuelle Sicherheitsplanung. In die Sicherheitsplanung wird auch die Situation der Kinder miteinbezogen.  Die Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle geben ausführliche Informationen über das Betretungsverbot und die Möglichkeit der einstweiligen Verfügung.

Die Wiener Interventionsstelle bietet auch rechtliche und psychosoziale Beratung und Unterstützung an. Unsere Klient_innen werden zu Ämtern und Gerichten begleitet, wie zur Anzeigenerstattung. Kommt es, je nach Wunsch der Klient_in, zu einer mittel- oder längerfristigen Beratung, werden auch Themen besprochen, die auf dem Weg zu einem gewaltfreien Leben wichtig werden können: Wohnungsbeschaffung und Existenzsicherung, Trennung und Scheidung, usw. Im Rahmen der juristischen und psychosozialen Prozessbegleitung unterstützen wir betroffene Personen in Zivil- und Strafverfahren.  

Wenn in einer Familie die Mutter Gewalt erlebt, sind Kinder stark gefährdet, ebenfalls misshandelt zu werden. Auch wenn Kinder die Gewalt des Vaters an der Mutter "nur" miterleben, ist das als gewalttätiger und traumatisierender Akt einzustufen. Fast alle Kinder, die mit Gewalt konfrontiert sind, leiden unter psychischen und psychosomatischen Störungen. Gewalt hat immer negative Auswirkungen auf die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder.

Um Gewalt zu verhindern ist es unerlässlich, auch bei Gefährdern anzusetzen und Änderungen in deren Verhalten anzustreben. Gemeinsam mit der Männerberatung Wien führt die Wiener Interventionsstelle seit 1999 das Anti-Gewalt-Training mit integriertem Unterstützungsprogramm für Opfer durch.

Wir bemühen uns, unsere Arbeit professionell, engagiert und nach den neuesten fachlichen Standards durchzuführen.

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