Informationen zur Istanbul-Konvention

Am 22. April 2014 ratifizierte Andorra als 10. Land die Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Damit trat die Konvention in Kraft und ist für die ratifizierenden Staaten seit 1. August 2014 verbindlich. Österreich hat die Konvention am 14.11.2013 ratifiziert.

Das Übereinkommen wurde in Istanbul am 11. Mai 2011 verabschiedet - daher heißt die Konvention auch Istanbul-Konvention. Es handelt sich dabei um den ersten europäischen Vertrag der gezielt gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt gerichtet ist. Die Konvention stellt ein umfassendes Regelwerk dar, welches Mindeststandards für Prävention und Schutz, und ein Angebot von Dienstleistungen wie Hotlines, medizinische Leistungen, Beratungen und Rechtshilfen bei Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt festlegt.

Rosa Logar, Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle, beschäftigt sich in einem Artikel in der Zeitschrift juridicum mit den Inhalten der Istanbul-Konvention und dessen Implikationen für Österreich:

Rosa Logar (2014): Die Istanbul-Konvention. Rechtsnormen zur Verhinderung von Gewalt gegen an Frauen und häuslicher Gewalt in Europa. In: juridikum, 3/2014, 349-359. Download >>

Weitere Informationen:

Homepage des Europarats

Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und erläuternder Bericht; Deutsch Download >>

Bericht des GREVIO-Expertinnenkomitees des Europarates zur österreichischen Umsetzung der Istanbul-Konvention (2017): Download >>

NGO-Schattenbericht zur österreichischen Umsetzung der Istanbul-Konvention (2017): Download >>