Das Ausmaß häuslicher Gewalt sichtbar machen

Im gestern öffentlich gewordenen Mail des Innenministeriums an die Polizei wird empfohlen, welche Informationen zukünftig an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Im Mail steht auch: "Wenn es sich um eine reine familieninterne Tat handelt, so kann selbstverständlich nach wie vor von einer Veröffentlichung abgesehen werden." Solche Anweisungen verzerren die Realität!

Rosa Logar, Leiterin Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie fragt sich, "welche Ängste hier geschürt werden sollen? Das verunsichert die Bevölkerung, und sorgt nicht für mehr, sondern weniger Sicherheit von Frauen." Für uns ist klar: "Das wirkliche Problem, dass die meiste Gewalt im Privaten in den eigenen Wänden passiert, wird damit heruntergespielt."

Rosa Logar wurde von Ö1 interviewt - der Beitrag kann in der Mediathek von Ö1 nachgehört werden. Die Wiener Zeitung hat ebenfalls darüber berichtet, weshalb solche Anweisungen auch gerade aus der Perspektive von Gewaltschutzexpert_innen bedenklich sind.