Bundesarbeitsgemeinschaft opferschutzorientierter Täterarbeit (BAG-OTA)

Auf Inititative der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie wurde 2012 die sog. Bundesarbeitsgemeinschaft opferschutzorientierte Täterarbeit (BAG-OTA) gegründet. Übergeordnetes Ziel der Bundesarbeitsgemeinschaft ist es, Erfahrungen auszutauschen und  gemeinsame Standards, Praxisprojekte und Methoden zu entwickeln, um den Ausbau von opferschutzorientierter Täterarbeit in Österreich zu fördern. 

Neben Einrichtungen, die Täterarbeit durchführen, sind auch Opferschutzeinrichtungen in der BAG-OTA vertreten. Weiters ist der Verein NEUSTART als wesentliche Institution, die mit Tätern arbeitet, von Beginn an aktiv in die BAG-OTA involviert.  

2016 wurden gemeinsame Standards für opferschutzorientierte Täterarbeit angenommen. Diese haben die Entwicklung einheitlicher Abläufe, Bewertungen und Entscheidungen in Hinblick auf Opferschutzorientierte Täterarbeit (OTA) zum Ziel. Download >> BAG-OTA Standards opferschutzorientierte Täterarbeit

Für einen Überblick zur BAG-OTA sowie zu grundlegenden Zielen und Inhalten opferschutzorientierter Täterarbeit siehe Informationsfolder zur Bundesarbeitsgemeinschaft opferschutzorientierter Täterarbeit (BAG-OTA) (pdf)

Zur Bestandaufnahme der Täterarbeit in Österreich wurden 2012 Fragenbögen an die Gewaltschutzzentren, Männerberatungsstellen sowie Neustart ausgesandt und ein Mapping erstellt. Als Ergebnis dieses Berichtes konnten verschiedene Problemfelder der Täterarbeit in Österreich identifiziert werden, wie zum Beispiel der Mangel an Zuweisungen zu Anti-Gewalt-Trainings von Seiten der Justiz und anderen zuweisenden Stellen. Auch fehlende Ressourcen für Einrichtungen, die opferschutzorientierte Täterarbeit anbieten (möchten), ist ein Hindernis. Eine aktualisierte Version dieses Mapping wurde 2016 erstellt: Partnerschaften gegen Gewalt. Bericht zum Stand (opferschutzorientierter) Täterarbeit bei Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt in Österreich, von Rosa Logar und Nikola Furtenbach. 

Kooperationsvereinbarungen

Im Rahmen der BAG-OTA wurde zur Weiterentwicklung von OTA und Verbesserung der Gewaltprävention die Zusammenarbeit zwischen dem Verein NEUSTART und Opferschutzeinrichtungen intensiviert. Eine Unterarbeitsgruppe erarbeitete eine Kooperationsvereinbarung für die konkrete Zusammenarbeit. Ziel der Kooperation zwischen den Einrichtungen ist, dass eine gemeinsame Gefährlichkeitseinschätzung und Sicherheitsplanung erfolgt und möglichst wirksame Maßnahmen der Rückfallsprävention gesetzt werden können. Auf Grundlage dieser Kooperationsvereinbarung konnte die Zusammenarbeit zwischen Opferschutz und Bewährungshilfe inzwischen bereits in einigen Bundesländern standardisiert und verbessert werden. 

Koordinierende Stelle und Kontakt der BAG-OTA: 

Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie
Telefon: 01 / 585 32 88 | E-Mail: office@interventionsstelle-wien.at

Mitglieder der BAG-OTA, die auch die OTA-Standards mit beschlossen haben:

Einrichtungen, die mit Tätern arbeiten: Opferschutzeinrichtungen:
Man(n)agement – Verein zur Gewaltprävention (Kärnten)
Caritas Männerberatung Rat und Hilfe St. Pölten
Männerbüro und Männerberatung Salzburg
Verein Männerwelten (Salzburg)
Männerberatung Steiermark
Männerberatung Mannsbilder Tirol
Männerberatung Wien
Verein NEUSTART
Gewaltschutzzentren / Interventionsstellen
aller neun Bundesländer
Netzwerke für Frauenhäuser in Österreich:
AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser)
ZÖF (Zusammenschluss Österreichischer
Frauenhäuser)

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Opferschutzorientierte Täterarbeit (BAG-OTA)
wird gefördert von:

Ministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz   Ministerium Gesundheit und Frauen