Arbeitsgruppe opferschutzorientierte Täterarbeit (AG Täterarbeit)

Im Jahr 2011 wurde von der Wiener Interventionsstelle die interministerielle Arbeitsgruppe opferschutzorientierte Täterarbeit gegründet. Gründungsanlass war die prekäre finanzielle Situation des Wiener Anti-Gewalt-Programms, das aufgrund von fehlenden Förderungen kurz vor der Schließung stand. Der Engpass war durch den Rückzug des Bundesministeriums für Inneres entstanden, welches das Programm seit 1999 gefördert hatte. Durch die interministerielle Zusammenarbeit kann das Wiener Anti- Gewalt Programm bis heute weitergeführt werden.

An der Arbeitsgruppe nehmen VertreterInnen von folgenden Institutionen teil: Bundesministerium für Bildung und Frauen, Sozialministerium, Bundesministerium für Familie und Jugend, Bundesministerium für Inneres, Justizministerium, Neustart, Stadt Wien MA 11, Frauennotruf der Stadt Wien, Verein autonomer österr. Frauenhäuser, Männerberatung Wien und Wiener Interventionsstelle.

Ziel der AG Täterarbeit ist der Auf – und Ausbau opferschutzorientierter Täterarbeit. Dies umfasst die Ausarbeitung fachlicher Standards für opferorientierte Täterarbeit, Kooperation mit der Jugendwohlfahrt und Justiz, die Finanzierung des Programms sowie konstanten Austausch über österreichische und europäische Entwicklungen (Konvention des Europarates zur Bekämpfung und Prävention von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt) im Bereich der Täterarbeit  und der Gewaltprävention.


Rosa Logar unhd Heinrich Krauß (2014): Opferschutzorientierte Interventionen für Täter als wichtige Maßnahmen der Gewaltprävention. In: juridikum, 3/2014, 391-397.
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